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Raspberry Pi - Grundlagen

Der Raspberry Pi wurde von der britischen Raspberry Pi Foundation entwickelt und im April 2012 erstmals auf den Markt gebracht. Anfangs in China hergestellt wurde aufgrund der großen Verkaufszahlen die Produktion im September 2012 nach Großbritannien verlegt. Die Produktion erfolgt durch die Raspberry Pi Trading, welche der Raspberry Pi Foundation gehört. Aufgrund anhaltender steigender Nachfrage erfolgt die Produktion einiger Pis, darunter die Version 3 Modell B, wieder in China.
Bis Ende 2015 wurden bereits mehr als 7 Millionen Pis verkauft, bis Februar 2017 mehr als 12 Millionen, bis Ende 2017 mehr als 17 Millionen. Man kann somit von ~ 5 Millionen verkauften Pis je Jahr ausgehen.

 

Raspberry Pi - Versionen

Auflistung sämtlicher Versionen, mit Datum der Veröffentlichung:

Eine Übersicht der technischen Spezifikationen findet man u.a. auf Wikipedia.

Wichtig:
beim Kauf des Raspberry Pi (Version 1-3) ist vor allem auf das passende Zubehör (MicroSD - / SD - Karte, Netzteil, usw.) zu achten! Mehr zu diesem Thema in "Die richtige Wahl der Komponenten & Beispiele".

Welche Version des Raspberry Pi brauchst Du?

Wenn du große Dienste wie Seafile nicht häufig über das Web-Interface bedienen willst, sondern deine Dateien über die kostenlosen Desktop-Clients synchronisierst, dann reicht auch ein übertakter Raspberry Pi (1) Modell B, Rev. 2 völlig aus. Ich selbst habe jahrelang Seafile, Baikal und Tiny Tiny RSS am Modell B, Rev. 2 betrieben.
Da der Preisunterschied von ca. 10,- Euro nicht schlimm ist, kann man gleich den Raspi 3 (oder zumindest Version 2 Modell B) verwenden. Man weiß ja vorher nie welche Dienste man dann doch noch haben möchte.

 

Raspberry Pi - Betriebssysteme

Es gibt etwa 30 verschiedene Betriebssysteme für den Raspberry Pi. Um nicht alle "unnötigen" Systeme zu nennen (hoffe ich stoße hiermit niemanden vor den Kopf), die wichtigsten drei im Überblick:

Eine Liste sämtlicher Systeme findet sich unter Wikipedia. Wer sich überfordert oder unsicher fühlt, kann auf den Installationsassistenten NOOBS zurückgreifen.

Persönliche Anmerkung:
ich selbst habe NOOBS nie verwendet, auch sehe ich keine Notwendigkeit für dessen Nutzung.

 

Die wichtigsten Programme

Die zwei Programme sind so simpel, dass eine Anleitung überflüssig sein sollte, ansosten wird man auf YouTube & Google fündig werden.

 

Die einfachsten Programmier-Programme

 

Die richtige Wahl der Komponenten & Beispiele

 

Entscheident zum jeweiligen RasPi-Modell sind vor allem das Netzteil und die SD-Karte! Beim Netzeil wird immer ein 5 Volt (Ausnahme: Compute Module) benötigt. Eine MicroSD ist ab dem Raspi 2 Modell B+ erforderlich.

Ich möchte euch die zwei Letzten und somit wohl wichtigsten Modelle im Vergleich gegenüberstellen:

  Raspberry Pi 2 Modell B Raspberry Pi 3 Modell B
Netzteil 5V
[Beispiel]
Stromverbrauch max., nur Pi: 0.6A / 3.0W
Hersteller, empfohlenes Netzteil: 2.0A
Stromverbrauch max., nur Pi: 0.94A / 4.7W
Hersteller, empfohlenes Netzteil: 2.5A
MicroSD-Karte
[Beispiel]
Server: 32/64 GB
RetroPie: 32/64 GB (oder externe Festplatte, dann 8 GB)
Media-Center: 8 GB (Medien auf externer Festplatte)
Kühlkörper
[Beispiel]
Server: nicht erforderlich
RetroPie: empfohlen, 1 Stück am CPU
Media-Center: nicht erforderlich
Server / RetroPie / Media-Center:
erforderlich! 1 Stück am CPU

Das Netzteil ist, meiner Erfahrung nach, mit 2.0A bestens ausgelegt! Der "Stromverbrauch max, nur Pi" bezieht sich auf die volle Auslastung der Prozessoren ohne externe Geräte, Quelle: heise.de

Die Speicherkarte sollte immer eine Class 10 sein! Die wohl besten Speicherkarten produziert Samsung, vor kurzem erschienen ist die Samsung Evo+ (günstig & schnell). Ich selbst habe größtenteils die SanDisk Ulta in Verwendung. Die Speicherkarte, vor allem die Kapazität, sollte man je nach Verwendung wählen!

Kaufen bei / Empfehlung: http://www.designtools.at (Österreich) oder http://www.amazon.de

Achtung:
Der Raspi ist nur selten mit SD-Karten ab 64 GB kompaktibel! Eine laufend aktualisierte Liste über kompatible Speicherkarten findet man in der eLinux-Wiki.

 

Stromverbrauch: Was kostet mich der Raspberry Pi im Jahr?

Der Raspberry Pi ist aufgrund seiner Sparsamkeit äußerst beliebt geworden! Um die Stromkosten zu berechnen nehmen wir einfach den Worst-Case (Maximum) und den Best-Case (Minimum) an:

P = Watt → Leistung; U = Volt → Spannung; I = Ampere → Strom
  Maximum, mehr gibt das Netzteil nicht her: Minimum, Raspi 3 ist im Betrieb (Leerlauf)
Verbrauch je Stunde:
Verbrauch je Tag:
Verbrauch im Jahr:
5V * 2,0A = 10W (P = U * I)
10W * 24h = 240Wh
240Wh * 365 Tage = 87600Wh = 87,60kWh
5V * 0,52A = 2,6W (P = U * I)
2,6W * 24h = 62,4Wh
62,4Wh * 365 Tage = 22776Wh = 22,78kWh

Einen Blick auf die aktuelle Jahreskostenabrechnung des Energielieferanten: 0,2145 Euro je kWh - all inclusive!
(inkl. 20% MwSt, Energiekosten, Netzkosten, Steuern und Abgaben - Wien Energie Stand Dez. 2015)

Somit kostet uns der Worst-Case im Jahr stolze: 18,79 Euro. Der "Leerlauf" bzw. Best-Case im Jahr: 4,89 Euro
Man weiß: die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen! Meiner Ansicht nach kann man 13,- Euro im Jahr bei  einem permanenter Betrieb annehmen.

 

Erweiterungen & Co (Hardware)

Im Laufe der Jahre sind (unzählige) Boards und Module für die Raspberry Pi - Versionen veröffentlicht worden. Unter 40 der wichtigsten Raspberry Pi Sensoren und Module findet man schon das eine oder andere nützliche Teil. Achtet immer darauf ob das jeweilige Modul zu eurer RasPi-Version kompaktibel ist!

Anmerkung:
Wer seinen RasPi vor Stromausfällen schützen möchte, der benötigt eine USV (Unterbrechungssichere StromVersorgung). Je nach Kapiztät des Akkus kann der normale Betrieb (für eine Weile) aufrecht erhalten bleiben oder der RasPi kann ordentlich herunter gefahren werden.
Die Kosten für eine USV betragen 30,- bis 45,- Euro und kann entweder direkt bei CW2. Pi USV oder auf Amazon gekauft werden.
Bedenkt jedoch das während eines Stromausfall eurer Router auch keinen Strom hat und deshalb auch der RasPi nicht mehr im Netzwerk und übers Internet erreichbar ist.
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